Freiverkauf » Graphik » Objekt-Nr.: 157424

Kategorie : Graphik
Material : Papier
Art: : Landschaft
Land: : Deutschland
Alter: : 20. Jahrhundert

Limit
:
15,00 €

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Erich Heckel (1883 - 1970) nach - Grafik/Papier, "Selbstdarstellung"

unsigniert, beschnitten, ungerahmt, Blattmaße: 31cm x 28cm

Erich Heckel (1883 - 1970)

geboren am 31.7.1883 in Döbeln (Freiburg) - gestorben am 27.1.1970 in Radolfzell am Bodensee

Deutscher Maler und Graphiker. 1904 beginnt er ein Architekturstudium an der Technischen Hochschule in Dresden. Als er sich 1905 mit seinen Künstlerfreunden Karl Schmidt-Rottluff, Fritz Bleyl und Ernst Ludwig Kirchner zur Künstlergruppe "Die Brücke" zusammenschließt, wird der Weg zum Expressionismus geebnet. Der Künstler widmet sich nun verschiedenen Drucktechniken wie dem Holzschnitt, der Lithografie und der Radierung. Landschaften von strahlender Farbigkeit entstehen. 1911 übersiedelt er nach Berlin. Er kennt inzwischen Pechstein, Nolde und Mueller, die sich den "Brücke"-Künstlern angeschlossen hatten, nun begegnet er Marc, Macke und Feininger. 1912 malt er mit Kirchner zusammen die Kapelle der Sonderbund-Ausstellung in Köln aus. Ein Jahr später wird die "Brücke" aufgelöst, eine erste Sonderausstellung der Werke Heckels findet bei Gurlitt in Berlin statt. Von 1915-18 begibt er sich als Pfleger beim Roten Kreuz nach Flandern, dann geht er zurück nach Berlin, das bis Anfang 1944 sein Hauptwohnsitz bleibt. Die Sommer allerdings verbringt er vorwiegend an der Flensburger Förde. Zahlreiche Reisen führen ihn u.a. auch in die Alpen, nach Südfrankreich, Nordspanien und Norditalien. 1937 werden 729 Arbeiten des Künstlers in deutschen Museen beschlagnahmt, im Jahr vor Kriegsende zerstören Fliegerbomben das Atelier in Berlin. Alle Druckstöcke und zahlreiche andere Arbeiten werden dabei vernichtet. Er zieht daraufhin nach Hemmenhofen an den Bodensee. 1949 erhält er einen Lehrauftrag an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe, den er bis zum Jahr 1955 inne hat. In diesem Jahrzehnt gewinnt das Stillleben in seinem Schaffen an Bedeutung. Die Darstellungen sind nun in ruhigerer, ausgewogener Malweise ausgeführt und vermitteln eine fast lyrische Stimmung. 1953 finden anlässlich des siebzigsten Geburtstages Heckel-Ausstellungen in zahlreichen Städten Deutschlands statt, in gleicher Weise ehrt man den Künstler zum achtzigsten Geburtstag. Er erhält überdies noch weitere Ehrungen und Preise: den Kunstpreis der Stadt Berlin (1957), den Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen (1961), das Große Bundesverdienstkreuz (1956). Literatur: Thieme Becker, Band XVI (Hansen-Heubach).