Freiverkauf » Graphik » Objekt-Nr.: 157415

Kategorie : Graphik
Technik : Lithographie
Material : Papier
Art: : Akt
Land: : Deutschland
Alter: : 20. Jahrhundert

Limit
:
150,00 €

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Gustav Seitz (1906 - 1969) - Lithographie/Papier, "Weiblicher Akt"

unten rechts mit Widmung und signiert "für Gustav Seitz, Luise Seitz", mittig nummeriert "14/60", unten rechts auf Passepartout "HSS 135/135", guter Erhaltungszustand, unter Passepartout gerahmt, Blattmaße: 65cm x 50cm, Gesamtmaße: 80cm x 64,5cm

Gustav Seitz (1906 - 1969)

geboren am 11.9.1906 in Neckarau bei Mannheim - gestorben am 26.10.1969 in Hamburg

Deutscher Bildhauer, Lithograph und Zeichner. Einer der bedeutendsten realistischen deutschen Bildhauer der Nachkriegszeit. Nach seiner Lehre als Steinmetz studierte er an der Landeskunstschule in Karlsruhe bei Georg Schreyögg und anschließend von 1925-32 an der Hochschule für bildende Künste in Berlin-Charlottenburg. Er war Schüler von Ludwig Gies und von Wilhelm Gerstel, dessen Meisterschüler er bis 1932 blieb. 1928 reiste er nach Paris zu Aristide Maillol und Charles Despiau, die ihn nachhaltig inspirierten. 1933-38 hatte er ein Atelier an der Preußischen Akademie der Künste in Berlin unter Hugo Lederer. Das Studium der Natur, die Liebe zur antiken griechischen Plastik und die Bewunderung für Maillol und Despiau, die er 1929 in Paris aufsuchte, bestimmten seine Kunstauffassung. 1946 schuf er für Weißwasser / Oberlausitz eines der ersten Totenmale für KZ-Opfer. Begann anschließend mit der Lehrtätigkeit an der technischen Universität Berlin-Charlottenburg. 1947 Berufung an die Hochschule für bildende Künste in Westberlin durch Karl Hofer. 1949 Nationalpreis der DDR. 1958 wurde er an die Hochschule für Bildende Künste Hamburg berufen, wo er bis 1967 unterrichtete. 1964 wurde er mit dem Großen Niedersächsichen Kunstpreis ausgezeichnet. 1968 Ausstellung u.a. mit Horst Janssen auf der Biennale in Venedig. 1956 Beginn der Arbeiten zum Käthe-Kollwitz-Denkmal, mit dem er berühmt wurde. Schuf Portraits u.a. von Thomas Mann, Arnold Zweig und Bertolt Brecht. Seitz, der an den Akademien in West- und Ostberlin lehrte, übte auf die nachfolgende Generation von Bildhauern in beiden Teilen Deutschlands einen großen Einfluß aus und war auf eine unspektakuläre Weise einer der Großen in der Geschichte der deutschen Plastik des 20. Jahrhunderts. Einige seiner Hauptwerke: Die Schreitende von 1949 in der Neuen Nationalgalerie Berlin, die Große Marina in der Kunsthalle Bremen oder sein berühmter Geschlagener Catcher von 1963/66 in der Hamburger Kunsthalle. Ist auch ein herausragender Zeichner. Von der graphisch delikaten Proportionsstudie bis zu bildmäßigen Tuschen, von frühen Aktdarstellungen über die selten gezeigten Portraits und Landschaften seiner Chinareise von 1951 bis zu den Idolen und Catcherstudien seiner letzten Schaffensjahre, geben diese Arbeiten einen Einblick in die immense zeichnerische Begabung. Literatur: Vollmer, Band IV (Q-U), Seite 257ff.