Freiverkauf » Graphik » Objekt-Nr.: 152997

Kategorie : Graphik
Technik : Radierung
Material : Papier
Art: : Landschaft
Land: : Deutschland
Alter: : 20. Jahrhundert

Limit
:
60,00 €

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Magnus Zeller (1888 - 1972) - Kaltnadelradierung auf Papier, "Reiter am Nebelsee", 1950

unten rechts signiert, guter Erhaltungszustand, ungerahmt, Plattenmaße: 28cm x 23,5cm, Blattmaße: 50cm x 39cm

Magnus Zeller (1888 - 1972)

geboren am 9.8.1888 in Biesenrode (Mansfeld-Südharz) - gestorben am 25.2.1972 in Ost-Berlin

Deutscher Maler und Graphiker. Zog 1901 mit seinen Eltern nach Magdeburg, um ab 1906 nach Berlin zu gehen. In Berlin studierte er von 1908-11 Malerei und Plastik bei Lovis Corinth. 1912 stellte er erstmals Werke in Berlin aus. 1912/13 Studienaufenthalt in Paris. Von 1915-18 war er beim Militär. Dort lernte er den Irrsinn des Krieges "ganz von unten in der Feuerzone und ganz oben in der Etappe" kennen (Arnold Zweig). Er war ab 1913 Mitglied der Künstlervereinigung Freie Secession in Berlin und hatte damals Kontakte zu Karl Schmidt-Rottluff und war befreundet mit Arnold Zweig. 1918 beteiligt er sich an den Arbeiterkämpfen, war Mitglied des Soldatenrates. 1920 veröffentlicht er Mappen über die Arbeiterkämpfe und über das Revolutionsjahr 1918, die in den Jahren 1917/1918 entstanden. 1921 publizierte er erstmals Buchillustrationen. Von 1921-24 unterrichtete er an der Staatlichen Kunstschule Tartu (Dorpat) im Estland und im Jahre 1926 reiste er nach Paris, um dort die Werke vor allem von Honoré Daumier und Eugène Delacroix zu studieren. Ab dem Jahre 1929 beteiligte er sich an zahlreichen Ausstellungen. 1937 werden zehn Arbeiten des Malers aus deutschen Museen als "entartete Kunst" durch die Nazis beschlagnahmt. Er hielt sich von 1935-36 in Rom in der Villa Massimo, finanziert durch ein Stipendium, auf. Ab 1938 fand seine künstlerische Auseinandersetzung mit den Nationalsozialisten statt und es entstanden zahlreiche Bildwerke. 1948 zog er nach Hamburg. Vorausgegangen war seine Abwahl als Vorstandsmitglied aus dem Verband Bildender Künstler der DDR in der Auseinandersetzung in die Formalismus/Realismus-Debatte. Bis zu seinem beteiligte er sich an weiteren zahlreichen Ausstellungen. In Potsdam ist ein Platz nach ihm benannt. Er gehört zur zweiten Generation der Expressionisten in Deutschland. Aufgrund seiner Farbwahl mit Tendenz zum Unheimlich-Surrealen bringt ihm dies den Beinamen E.T.A. Hoffmann der Farbe ein. Literatur: Thieme Becker, Band XXXVI (Wilhelmy-Zyzywi), Seite 76.